Pressrelease

PHILIPP GEWINNT ÜBERLEGEN, DREITZ WIRD ABGEFANGEN

Laura Philipp ist beim Ironman 70.3 Marbella mit einem Sieg in die Saison gestartet. Im Rennen der Männer gab es ein Fotofinish.

VON > | 29. APRIL 2018 | AUS: SZENE



Bis zehn Kilometer vor dem Ziel sah es so aus, als würde sich Andreas Dreitz der Aufholjagd der schnellen Läufer hinter ihm tatsächlich erwehren können. Doch dann schlug doch noch die Müdigkeit zu und verhinderte einen deutschen Sieg im Männerrennen des Ironman 70.3 Marbella. Grämen muss sich Andreas Dreitz deswegen aber nicht.

MCNAMEE ÜBERSPURTET LEIFERMAN

Denn auch wenn es für den Bayreuther am Ende „nur“ zum dritten Rang reichte, war seine Leistung überzeugend: Nachdem er als 13. mit rund 70 Sekunden Rückstand auf den schnellsten Schwimmer Daniel Baekkegard und rund 50 Sekunden hinter dem ehemaligen Kurzdistanzler David McNamee (GBR) aus dem Wasser gestiegen war (die Schwimmstrecke war witterungsbedingt etwas verkürzt worden), präsentierte sich Dreitz auf dem Rad gleichermaßen überlegt und überlegen. Er schloss erst zur Gruppe um McNamee auf, um sich wenig später von dieser zu lösen und sich gemeinsam mit Romain Guillaume (FRA) einen Vorsprung herauszuarbeiten. Rund zwei Minuten erfuhr sich das Duo bis zum zweiten Wechsel auf David McNamee und Chris Leiferman (USA), während es für die anderen Deutschen deutlich schlechter lief. Markus Rolli etwa verlor bis zum Wechsel rund fünf Minuten, Boris Stein sogar zehn Minuten auf Andreas Dreitz, der sich um seine Landsmänner in der Folge also keine Gedanken mehr machen musste.

Da auch Romain Guillaume gar nicht erst versuchte, Dreitz‘ Tempo beim Laufen mitzugehen, wurde der Kampf um den Sieg mit dem zweiten Wechsel zu einem Dreikampf zwischen Dreitz, McNamee und Leiferman. Und es sah zunächst gut aus für den Deutschen. Nach sechs Kilometern hatte der von seinem zweiminütigen Vorsprung nämlich lediglich 15 Sekunden gegenüber den gemeinsam laufenden Leiferman und McNamee hergegeben. Doch von da an schmolz sein Polster deutlich schneller dahin: Zur Halbzeit des Laufens blieben Dreitz noch rund 70 Sekunden Vorsprung, nach 17 Kilometern war es dann passiert: McNamee und Leiferman rannten am Deutschen vorbei und machten den Dreikampf zu einem Duell, das in einem Fotofinish mündete.


IRONMAN 70.3 MARBELLA 2018 | MÄNNER

NAME
NATION
GESAMT
1,9 KM SWIM
90 KM BIKE
21 KM RUN
1
David McNamee
GBR
3:57:47
18:43
2:23:36
1:11:50
2
Chris Leiferman
USA
3:57:47
19:31
2:22:18
1:11:50
3
Andreas Dreitz
GER
3:58:43
19:07
2:20:22
1:14:50
4
Romain Guillaume
FRA
4:01:46
18:47
2:21:07
1:17:47
5
Adrian Haller
SUI
4:02:59
18:57
2:25:46
1:13:41

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DREITZ ÜBERRAGT BEI SEINER IRONMAN-PREMIERE

Beeindruckender kann ein Debüt kaum laufen: Andreas Dreitz hat der Konkurrenz beim Ironman Italien nicht den Hauch einer Chance gelassen.

VON > | 23. SEPTEMBER 2017 | AUS: SZENE



Die seit einigen Jahren ohnehin schon schwarz-rot-golden dominierte Triathlon-Langstrecke hat einen Deutschen mehr, der nicht nur vorne mitmischen, sondern Rennen sogar gewinnen kann. Der Bayreuther Andreas Dreitz, der sich in den vergangenen Jahren auf die Mitteldistanz fokussiert hatte, hat bei seiner Premiere über die volle Ironman-Distanz in der Emilia Romagna (Italien) auf beeindruckende Weise nachgewiesen, dass künftig auch über die klassische Triathlondistanz mit ihm zu rechnen sein wird.


PHILIPP GEWINNT ÜBERLEGEN, DREITZ WIRD ABGEFANGEN

Laura Philipp ist beim Ironman 70.3 Marbella mit einem Sieg in die Saison gestartet. Im Rennen der Männer gab es ein Fotofinish.

VON > | 29. APRIL 2018 | AUS: SZENE


Mag manch einer seiner Konkurrenten vielleicht gehofft haben, dass Dreitz sich bei diesem Husarenritt übernommen hatte und beim Laufen büßen würde, zerschlug der 28-Jährige diese Hoffnungen schnell. Denn Dreitz verlor nicht etwa Zeit, er legte sogar weitere Minuten zwischen sich und die meisten anderen Verfolger. Nur der Däne Jens Petersen-Bach, der sich bald an die zweite Position schob, lief die ersten 21 Kilometer ähnlich schnell wie Dreitz und hielt den Abstand bei 14 Minuten. Timo Brachts Rückstand, der sich zur Halbmarathonmarke an Fünfter Position befand, betrug zu diesem Zeitpunkt dagegen rund 18 Minuten.

An diesem Bild an der Spitze änderte sich auch auf den zweiten 21 Laufkilometern nicht mehr viel. Petersen-Bach rückte Dreitz zwar etwas näher, der verteidigte seinen Vorsprung aber souverän und feierte in starken 8:03:27 Stunden einen überlegenen Sieg über neun Minuten vor Petersen-Bach. Andrej Vistica aus Kroatien schob sich auf der zweiten Marathonhälfte auf den dritten Rang und verteidigte diesen vor Jeremy Jurkiewicz (FRA). Timo Bracht rief in seinem letzten Profirennen noch einmal eine solide Leistung ab und wurde Fünfter.